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In somatischen Lernprozessen wird davon ausgegangen, dass jede Person einzigartig ist und ihm völlig eigentümliche physische, mentale und emotionale Attribute angeboren sind. Ganz natürlich lernen wir unsere Persönlichkeit kennen - unsere Vorlieben und Abneigungen, Charakterzüge und Qualitäten, aber auch bald die Unterschiede zwischen uns selbst und den Anderen. Für viele werden die Unterschiede, die uns einzigartig machen, oft zu negativ Themen. Sich mit Anderen zu nivellieren ist tendenziell einfacher, als darauf Wert zu legen, einzigartig zu bleiben. Zu stark ist die Angst, aus der Sicherheit des Normativen ausgeschlossen zu werden und auf Ablehnung zu stoßen. Solche Mechanismen begleiten uns bis tief in unser Erwachsen werden. Viele spielen Ihre Einzigartigkeit herunter und passen ihr Leben und Persönlichkeit den äußeren Bestimmungen und Reglementierungen an. Dies mag in gewisser Weise Vorteile haben, aber es untergräbt auf längere Sicht das eigene Selbst und kann maßgeblich in Unzufriedenheit und Stress münden. Auf körperlicher Ebene kann die Unzufriedenheit und Stress zur Ursache für chronische Schmerzen oder periodische Erfahrungen von Spannung, Angstzuständen oder verfremdender Körperwahrnehmung führen. Es besteht die Annahme, dass jeder Mensch die Kraft und das Vermögen hat Veränderungen im eigenem Leben zu schaffen. Dabei besitzt er ein angeborenes Wissen, sich auf vielen Ebenen selbst zur Heilung zu behelfen - geistig, emotional wie körperlich. Der Fokus im somatischen Coaching liegt deswegen darauf, die Person zu ermächtigen, sich mit eigenen Qualitäten neu zu identifizieren und ihnen zu vertrauen. Dabei gilt es, Ihre persönliche Wahrnehmung und Fähigkeiten nach vorne zu bringen, um Ausgleich und Zufriedenheit in Ihrem Leben zu Schaffen. Grundsatz hierfür ist, dass es nicht nur im Interesse des Einzelnen ist zu erfahren, dass die Unterschiede seine Stärken sind, sondern auch die des Kollektives, dessen Dynamik dadurch massgeblich gestärkt wird. Denn sobald wir in unserem eigenen Leben Zufriedenheit finden, beginnen wir auch darüber nachzudenken, wie unsere Unterschiede den Anderen zugute kommen und unsere Qualitäten im kollektiven Sinne zu positiven Veränderungen beitragen können.